Was ist FIBAA?
Die FIBAA (Foundation for International Business Administration Accreditation) ist eine internationale Akkreditierungsagentur mit Sitz in Bonn. Sie wurde 1994 gegründet und ist die führende Akkreditierung im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz).
FIBAA akkreditiert einzelne Studienprogramme (nicht die gesamte Institution) und prüft dabei besonders die Qualität der Lehre, die Praxisorientierung und die Arbeitsmarktrelevanz. Sie ist vom deutschen Akkreditierungsrat anerkannt.
Was wird geprüft?
FIBAA bewertet Studienprogramme anhand von fünf Qualitätsbereichen:
Ziele & Strategie
Klare Studiengangsziele und Passung zur Hochschulstrategie
Zulassung
Transparente Zulassungsvoraussetzungen und Auswahlverfahren
Curriculum
Inhaltliche Struktur, Aktualität und Praxisbezug
Ressourcen
Personal, Infrastruktur und finanzielle Ausstattung
Qualitätssicherung
Internes QM-System und kontinuierliche Verbesserung
Employability
Berufsbefähigung und Arbeitsmarktrelevanz
FIBAA Premium-Siegel
Programme, die in allen Bereichen überdurchschnittlich abschneiden, erhalten das "Premium-Siegel" – ein Zeichen besonderer Exzellenz.
FIBAA in Österreich
FIBAA ist die am weitesten verbreitete Akkreditierung bei österreichischen MBA-Programmen. Viele renommierte Anbieter tragen das FIBAA-Siegel:
Donau-Universität Krems
Europas einzige öffentliche Universität für Weiterbildung – mit zahlreichen FIBAA-akkreditierten MBA-Programmen.
Zum AnbieterLIMAK Austrian Business School
Die Business School der JKU Linz mit fokussierten Executive MBA Programmen.
Zum AnbieterSMBS – University of Salzburg Business School
MBA-Programme der Universität Salzburg mit internationalem Fokus.
Zum AnbieterTU Wien Academy for Continuing Education
Technisch orientierte MBA-Programme der Technischen Universität Wien.
Zum AnbieterUnd viele weitere...
Vorteile eines FIBAA-akkreditierten MBA
- DACH-Anerkennung: Höchste Akzeptanz bei Arbeitgebern in Deutschland, Österreich und der Schweiz
- Staatliche Anerkennung: Vom deutschen Akkreditierungsrat anerkannt
- Praxisorientierung: Starker Fokus auf Berufsbefähigung und Arbeitsmarktrelevanz
- Qualitätsgarantie: Regelmäßige Re-Akkreditierung sichert Standards
- Kosteneffizient: Viele FIBAA-Programme bieten gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
FIBAA vs. internationale Akkreditierungen
| Kriterium | FIBAA | AACSB/EQUIS | AMBA |
|---|---|---|---|
| Fokus | Einzelnes Programm | Gesamte Business School | MBA-Programm |
| Region | DACH-Raum | Weltweit | Weltweit |
| Verbreitung | Sehr hoch im DACH | Selektiv (~6%) | Selektiv (~2%) |
| Kosten für Hochschulen | Moderat | Hoch | Hoch |
| Ideal für | DACH-Karriere | Internationale Karriere | Internationale Karriere |
Unser Tipp
Für eine Karriere in Österreich, Deutschland oder der Schweiz ist eine FIBAA-Akkreditierung absolut ausreichend und von Arbeitgebern voll anerkannt. Internationale Akkreditierungen (AACSB, EQUIS, AMBA) sind vor allem für globale Karrieren oder bei multinationalen Konzernen ein Plus.
Häufige Fragen
Für den deutschsprachigen Arbeitsmarkt: Nein. FIBAA ist hier sehr anerkannt. AACSB/EQUIS sind vor allem für internationale Karrieren oder bei globalen Konzernen relevanter.
Das Premium-Siegel wird an Programme vergeben, die in allen Qualitätsbereichen überdurchschnittlich abschneiden. Es ist eine besondere Auszeichnung innerhalb der FIBAA-Akkreditierung.
In der Regel 5-7 Jahre. Danach muss das Programm eine Re-Akkreditierung durchlaufen, um das Siegel zu behalten.
AACSB ist sehr aufwendig und teuer (mehrere 100.000€). Viele Hochschulen entscheiden sich für FIBAA, da es im DACH-Raum gleichwertig anerkannt wird und kostengünstiger ist.